Bürgerportal Butzbach

Gegenwind in Münster

Unter dem Motto „Keine Windkraftanlage in unserem Naturpark!“ hatte die Interessengemeinschaft Gegenwind in Münster zu einer Informationsveranstaltung eingeladen. Und über 100 interessierte Bürger, auch aus Bodenrod, Maibach, Hoch-Weisel und anderen Stadtteilen drängten sich im Dorfgemeinschaftshaus. Darunter waren auch die Stadtverordneten Otto Schröter und Rainer Michel von den Grünen, Michael Mentz/SPD, Dieter Schott/FDP, das Mitglied des Magistrats Thomas Gerum/UWG und der Kreistagsabgeordnete der Grünen Rüdiger Maas. Anwesend war auch Diethard Stamm von der „Grünen Zukunft Wetterau“, Betreiber eines Windparks im Vogelsberg.

Die Sprecherin der IG, Birgit Langton, begrüßte die Anwesenden und freute sich über den Zuspruch zu der Veranstaltung. In einer kurzen Einführung berichtete sie von den vielen Vogelarten, die nach der Renaturierung des Isseltals dort teilweise erstmals zu finden seien: Uhu, Schwarzstorch, Rotmilan und Wiedehopf. Außerdem gehe die Zugroute der Kraniche über das Isseltal. (Anmerkung: In Ulrichstein im Vogelsberg mussten im Juni 2012 fünf von sieben Windrädern stillgelegt werden, weil sie zu nahe an Nistplätzen von Schwarzstorch und rotem Milan standen!) – Weiterhin zeigte Frau Langton an Hand der Windressourcenkarte von Hessen, dass auf einer Höhe von 140m über Grund an den geplanten Standorten einfach zu wenig Wind sei.

Danach erläuterte Herr Hörster von Gegenwind Waldsolms in einer PC-Präsentation in objektiver Weise, warum er zum Gegner der Windkraft geworden war. Er veranschaulichte in einem Video den stetigen Lärm einer Windkraftanlage (WKA) in Betrieb, er sprach über die möglichen negativen Auswirkungen von Infraschall (Schall unterhalb der Hörgrenze) und den Schlagschatten in einer nahe gelegenen Wohnung. Für die Fundamente einer WKA braucht man 1400 m3 Beton, das sind 140 LKW-Fahrten. 5000 qm an Hochwald muss abgeholzt werden. Eine WKA schadet den Tieren, sie kann abbrennen, das bedeutet Waldbrandgefahr und schließlich drücken die WKAs die Immobilienpreise. – Windstrom, der nicht abgesetzt werden kann, wird verschenkt. In 2012 wurden sogar an 15 Tagen dem Abnehmer von Windstrom 220 € pro MWh zusätzlich bezahlt. Das ist widersinnig. Normalerweise bekommt man kein Geld dafür, dass man eine Ware abnimmt. – WKAs sind keine Windmühlenromantik, sondern Industrieanlagen.

In der anschließenden Diskussion wurde bedauert, dass die große Koalition den Bürger nicht vorab informiert hat. Herr Mentz meinte daraufhin, dass viele Details in einer Ausschusssitzung gebracht worden waren. Ihm wurde entgegnet, dass man in einer Ausschusssitzung kein Rederecht habe. Herr Mentz sagte dann, dass der Ausschussvorsitzende durchaus die Möglichkeit habe, auch Zuschauer zu Wort kommen zu lassen.

Herr Michel regte noch an, dass Herr Hörster seinen Vortrag bei der Bürgerversammlung halten solle. Der war auch dazu bereit, wenn er offiziell eingeladen werden würde.

Kommentare

  1. liebe Mitstreiter gegen die Wald und Landschaftszerströrung,
    auf mehreren Veranstaltungen die wir bei uns im Landkreis Aichach -Friedberg durchgeführt haben mussten wir immer wieder feststellen, dass die Unwissenheit bei den Bürgern gigantisch ist. Das bedeutet für uns Aufklärungund Information öffentlich machen.Leider ist es so, das die Presse bei uns im Landkreis Aichach- Friedberg zu großen Teilen uns nur wenig unterstützt sondern eher den Windradbefürwortern zuzuordnen sind. Die Allianz der Befürworter zieht sich quer durch alle Institutionen, man kann er schon von Seilschaften sprechen die mit aller Gewalt Windräder im Wittelsbacher Land durchsetzen wollen. Auch wir werden durch die bestehenden Gesetze an die Wand gedrückt . versuchen nun mit rechtlichen Mitteln unsere Windräder noch zu verhindern. Was uns fehlt ist, dass wir Windkraftgegner auf die Straße prodestieren .Dazu leider nur wenige bereit und daran werden wir auch scheitern.

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